Johann Annewandter
Todestag 3. Januar 2024 (60 Jahre)
Friedhof Assling
Kondolenz verfassen

Doch zu einem Entschluss bin ich gekommen, man sollte jeden Tag so leben, als wäre es der letzte, denn niemand weiß, wann unser letzter Tag ist und wann es für uns bestimmt ist von dieser Erde zu gehen.

Manchmal verschiebt man ein Treffen mit der Familie jahrelang auf, doch man weiß nie, wann man wieder einmal beisammen an einem Tisch sitzen wird, wo wirklich alle noch anwesend sind. Manchmal ist man dermaßen von allem rundherum gestresst, dass man auf die eigentlichen schönen gemeinsamen Erinnerungen vergisst.

Eines ist klar, die Zeit auf dieser Welt ist begrenzt, doch die eigene Familie sollte man nicht hintenan stellen, denn auch wenn es manchmal schwierig ist, eine Familie hält in guten wie in schlechten Zeiten zueinander, und es sind jene Personen, die einem nie in den Rücken fallen werden.

Deshalb ist es wichtig im Hier und Jetzt zu leben, die Wünsche, Pläne, Ideen usw. NUN umzusetzen, und nicht auf den nächsten Montag oder einen „besseren“ Tag zu warten, denn im Endeffekt weiß keiner, wann der letzte Atemzug ist, denn wie auch meine Mama Gerlinde und Goti Maria sagen würden „Man leb lei oamol und men woas nie, wonne da letzte tog isch!“

Hons, ich denke, dass auch du sicher noch die ein oder anderen Pläne und Wünsche gehabt hättest, sicherlich hättest du uns noch gerne ein paar Zeichnungen vorbeigebracht und uns an deinen Ideen und Plänen teilhaben lassen wolltest.

Danke, für die Zeit, die wir mit dir gemeinsam verbringen durften und auch den vielen Ratschlägen, die du mir für meine Zeit nach der Matura mitgegeben hast, ich werde an dich und deine Tipps denken, wenn ich am anderen Ende der Welt bin.

Ich hoffe, dass du’s nun fein hast bei Oma und Opa, grüß mir beide von ganzen Herzen und beschütze uns von dort oben, wo du sicherlich mit Opa wieder eine Runde „Watten“ und mit einem Glas Wein auf die „guaten olten Zeiten“ anstoßen wirst, während ihr beide euch von Oma’s Kochkünste verwöhnen lassen werdet.

Deine Laura :)

"Der Tod ist wie das Zuschlagen eines Buches, und in diesem Moment schlägt unser Herz leiser. Doch die Seiten dieses Buches sind gefüllt mit den Worten, dem Lachen und den Geschichten deines einzigartigen Lebens."

In der Stille des Abschieds können wir diese Seiten immer wieder aufschlagen und uns an die gemeinsame Zeit mit dir zurückerinnern, in welcher wir zusammen mit dir über deine Witze gelacht, oder dir beim Erzählen von deinen Geschichten aus deiner Jugend zugehört haben.

Denn wie du immer so schön sagtest "die guiten olten Zeiten" und dann begannst du schon wieder von deinen vielzähligen Erlebnissen zu berichten, wo du Heidi und mir die ein oder andere Weisheit für unser Leben mitgeben wolltest.

Lieber Onkel,
die Nachricht über deinen plötzlichen Tod hat mich sehr schockiert, wie gerne würde ich mit dir noch einmal über deine Jugend reden und mir von dir mit ein paar "Hons-Weisheiten" belehren lassen. Auch wenn wir uns nicht oft gesehen haben, bei jedem Besuch von dir bei Goti haben wir uns top unterhalten. Immer war es lustig mit dir und fein haben wir es auch immer gehabt, wenn Mama und ich bei Goti zu Besuch waren und du für eine Brettljause nach Thaur gekommen bist.

Eines wolltest du mir immer mitgeben und zwar das ich das machen soll, was mich glücklich macht und mich von niemanden abhalten lassen sollte. Bei jedem Besuch hast du immer nachgefragt was ich gerne in der Zukunft machen möchte und bei meinen Erzählungen über mein AU Pair Jahr in Amerika im kommenden Jahr hast du mich stets dabei unterstützt, denn auch du warst ein Weltenbummler und hast Heidi und mir immer mitgegeben, dass man sich auch die große weite Welt anschauen sollte.

Trotzdem hast du erwähnt, dass man eines NIE vergessen darf und zwar die Familie zu Hause, deshalb hast du auch das Familienleben so sehr geschätzt. Besonders meine Oma, die dir immer, aber vor allem zu den Festtagen deine Lieblingsjausen zubereitet hat.

Aufrichtige Anteilnahme
Sabine mit Familie