Wieder geht ein Jahr zu Ende, und es ist schon der zweite Jahreswechsel ohne dich.
Du fehlst uns – jeden Tag.
Jeden Tag spricht dein großer Bruder von dir, wie sehr er dich vermisst - er zeichnet mit Worten ein Bild von dir, das zeigt, dass du immer bei ihm bist.
Mindestens genau so oft weint Irina um dich und sie zu trösten ist schwer und leicht zugleich, weil sie zu dir eine andere Verbindung hat. Sie spürt dich und lässt sonst niemanden daran teilhaben.
Deine größte Schwester vermisst dich sehr und jedes deiner Zeichen bewahrt sie sich tief in ihrem Herzen.
Ich möchte dir danken.
Danken für alles, was du uns gelehrt hast: über Liebe, über Nähe und über das Wesentliche im Leben.
Durch dich ist eine Stärke gewachsen, von der ich nie geglaubt hätte, dass sie möglich ist.
Mir wurde klar, dass Weitergehen sein darf.
Dass Leben, Hoffen und neue Schritte nicht bedeuten, dich zu vergessen.
Dass Trauer und Zukunft nebeneinander bestehen können.
Deine Spuren bleiben, während das Leben weitergeht. Beides gehört zusammen.
Für mich ist es Zuversicht, zu denken, dass du dort, wo du jetzt bist, gut aufgehoben bist – frei von Schmerzen. Dieser Gedanke trug und trägt mich durch schwere Momente.
Ein neues Jahr beginnt mit dir im Herzen.
Du bleibst unser Kind – für immer.
Heute wärst du drei Jahre alt geworden.
Wir stellen uns vor, wie du gewachsen wärst,
wie deine Augen gestrahlt hätten,
wie deine Stimme geklungen hätte.
Wir hätten Kerzen auf deiner Geburtstagstorte angezündet
und diesen Tag mit dir gefeiert.
Stattdessen habe ich eine Kerze für dein Grab gemacht
und sie, ohne dich an meiner Seite, dort angezündet.
Dein Weg war von Anfang an ein schwerer,
und deshalb glaube ich fest, dass du jetzt frei bist –
heil, geborgen und an deinem Platz im Himmel.
Du fehlst hier unten und bist trotzdem immer da,
in jedem Gedanken, in unserer Liebe,
in stillen Momenten zwischen all der Hektik.
Alles Gute zu deinem Geburtstag, Kilian!
"Manchmal bist du weg und dein Platz ist leer
Dann wird in mir plötzlich alles schwer
Ich werd traurig und will nur die Sekunden zähl'n
Jede einzelne, bis wir uns endlich wiederseh'n
Ich schenk dir jeden Schatz, alles, was ich hab
Weil ich dich einfach noch mehr als alles mag
Werd dich immer hier in meinem Herzen tragen
Komm mal näher, ich will dir kurz was sagen
Wie dolle ich dich lieb hab, kann ich gar nicht zeigen
Weil meine Arme gar nicht so weit reichen
Ich glaub so weit wie einmal aus dem Haus
Durch das Tor, die ganze Straße runter, gradeaus
Über alle Berge, über alle Wolken
Bis zu den Stern'n hoch, wohin wir immer wollten
Vorbei an den Planeten und dann mitten in die Sonne rein
Ich nehm für dich was mit von all dem Sonnenschein
Fahr durch die Milchstraße Wasserski
Million'ntausendmal durch diese Galaxie
Werd dich immer hier in meinem Herzen tragen
Komm mal näher, ich will dir kurz was sagen
Und wenn ich dich auch mal vermiss
Dann weiß ich trotzdem, dass du da bist
Ich seh dich in jedem Stern
Ich seh dich in all dem schimmernden Licht, ja
Und wenn ich dich auch mal vermiss
Weil du so lange schon nicht da bist
Dann flieg ich hoch bis zum Mond
Und nehm dich mit zurück
Weißt du eigentlich, wie doll ich dich lieb hab?
So doll, dass es überall schon drückt
Weißt du eigentlich, wie doll ich dich lieb hab?
Einmal bis zum Mond und zurück"
Bis zum Mond - Dikka
Heute, genau vor einem Jahr,
war der Tag an dem du losgelassen hast.
Der Tag, an dem wir dich loslassen mussten.
Ein Jahr ist es schon her und irgendwie fühlt es sich gar nicht an wie ein Jahr.
Es fühlt sich manchmal an wie gestern und manchmal, als sei es gar nie geschehen,
so unwirklich.
Aber es ist die Realität und es ist Teil unseres Lebens. Der Teil unseres Lebens, in dem wir MIT dir in Erinnerung und OHNE DICH an unserer Seite weiterleben müssen.
Du warst wie ein kleiner, starker Samen, der in kargem Boden Wurzeln schlug.
Ein kleines Wunder, das trotz aller Stürme wuchs.
Mit aller Kraft, mit starkem Willen, mit einem Licht, das nur dir gehörte.
Ich wusste, dass deine Zeit begrenzt war,
doch als der Wind des Lebens dich mit sich nahm,
war unser Herz dennoch nicht bereit.
Der Abschied kam wie eine Welle, die mich, die uns mitriss,
und doch weiß ich: Du bist nicht fort.
Du bist in der Morgensonne, die sanft mein Gesicht berührt.
In dem Lied des Windes, der durch die Bäume streicht.
In den Sternen, die nachts über mich wachen.
Im kleinen, einsamen Schmetterling, der plötzlich neben mir fliegt.
In der leichten weißen Feder, die vom Himmel fällt.
Im Herzchen, das plötzlich vor mir am Boden liegt.
Du bist nicht mehr hier, aber du bist überall.
Ich trage dich in meinen Gedanken, in meinen Träumen,
in jedem Herzschlag, den ich spüre.
Und wenn ich die Augen schließe,
höre ich Lachen im Wind und manchmal Weinen.
Ein Lachen und ein Weinen von meinem Kind bei den Sternen.
Der Himmel hat dich aufgenommen, doch mein Herz gibt dich niemals her.
Denn Liebe kennt keine Grenzen,
und irgendwann, irgendwo, werden wir uns wiedersehen.
Dei Mama 💙
Es war kleines Samenkorn
die Erde deckt es zu.
Die Luft war rauh, der Wind blies kalt
da schlief's in guter Ruh.
Doch als die Sonne höher kam,
und auch die Erde sah,
da war das Samenkörnlein wach,
die Frühlingszeit war da.
Bald drückte durch die Erde sich ein dünnes Stängelein.
Und gar nicht lang da wuchsen dran zwei Blätter grün und fein.
Und Regen, Sonnenschein und Wind die hüten es gar fein,
wir laufen jeden Tag hinaus, wie groß wird's morgen sein?
Ein Jahr ohne dich
Heute, genau vor einem Jahr, saßen wir hier und das was zu erwarten war, aber dann doch plötzlich kam, war passiert. Du bist einfach nicht mehr aufgewacht.
Unser kleines Kind... du warst wie das kleine Samenkorn, das einfach wuchs. Das sein bestes gab um größer zu werden. Das Samenkorn, das wachsen und wie die anderen zu einer schönen Pflanze heranwachsen wollte. Irgendwann riss der rauhe Wind des Lebens deine zarten Triebe aus der Erde und trog dich davon. Weit weg von uns, in den Himmel... und dort wächst du sicher weiter, zu der Pflanze die du eigentlich sein wolltest.
Es ist eine seltsame Mischung aus Trauer und Dankbarkeit – ich vermisse dich, aber ich bin auch dankbar, dass du nicht mehr leiden musst.
Ich trage dich in meinem Herzen.
Wir tragen dich in unseren Herzen, und obwohl du nicht mehr bei uns bist, bist du niemals wirklich fort. Du bist in Gedanken immer bei uns.
Wie denken so oft an dich. Jeden Tag, nicht nur heute. Du bist unser Engel im Himmel.
Ein Segelboot
Ich stehe unten am Strand.
Ein Segelboot kommt in der Brise des Morgens vorbei
und fährt hinaus auf den Ozean.
Es ist die Schönheit und das Leben.
Ich sehe ihm nach, bis es am Horizont verschwindet.
Jemand an meiner Seite sagt: „Es ist nicht mehr da!“
Nicht da! Wo dann?
Verschwunden aus meinem Blick, das ist alles.
Sein Mast ist immer noch gleich hoch.
Sein vollkommenes Verschwinden aus meinen Blick liegt an mir –
nicht an ihm.
Und in dem Moment, in dem jemand neben mir sagt:
„Es ist fort!“, gibt es andere, die,
als sie es am Horizont erkennen und auf sich zukommen sehen,
mit Freude rufen:
„Es ist da!“
William Blake
Was würdest du heute wohl tun,
wenn du noch immer bei uns wärst?
Mit zwei Jahren und drei Monaten würdest du wahrscheinlich das Silvester verschlafen.
Aber du hättest mit uns gerade gegessen und mit deinen Geschwistern anschließend vor lauter Übermut herum geturnt und gelacht, wärst mit uns zum Räuchern durchs Haus gegangen und hättest wahrscheinlich auch deine Freude gehabt, alle Räume mit Weihwasser voll zu spritzen.
Es wäre alles unbeschwert, wenngleich auch trotzdem einbisschen hektisch, laut und kunterbunt, aber alle unsere vier Kinder wären hier. Und das wäre schön...
So ist es aber nicht und so wäre es auch nicht gewesen, wenn du heute noch bei uns sein könntest.
Du wärst hier bei uns, ja, und das hätte gereicht, weil wir dich nicht vermissen müssten. Aber wir wissen auch, dass alle schönen Bilder, die wir uns ausmalen, für dich nicht möglich wären.
Deshalb wünsche ich dir von Herzen einen schönen und friedvollen Silvesterabend im Himmel.
Vielleicht kannst du die farbenfrohen Feuerwerke von oben sogar besser sehen, als wir von unten. Fang einpaar Zaubersterne und schick sie uns zurück, damit wir wissen, dass es dir gut geht. Schick deinen Geschwistern einpaar Träume, in denen sie dich wiedersehen und mit denen sie sich dir verbunden fühlen können.
Wir denken an dich, immer!
Dass es Weihnacht werde!
Der weiße Schnee deckt alles zu,
unter ihm ruht still die Erde,
und dort bei ihr, da ruhst auch Du –
Glaubst Du, dass es Weihnacht werde?
Alle Glocken läuten hell,
strahlend leuchten Tannenbäume,
viele Päckchen, leuchtend grell –
Glaubst Du noch an Weihnachtsträume?
Doch weihnachtet es auch ringsumher,
mit Kerzen und Sternen im Geäst –
im Inneren bleibt ein Tränenmeer!
Glaubst Du an ein frohes Weihnachtsfest?
Doch wo Du auch bist, bin ich bei Dir,
dazu muss ich nicht mit Dir sterben,
in meinem Herzen bist Du stets bei mir –
Glaub mir, so kann es für uns Weihnacht werden!
Gedanken an dich
Du kannst sie nicht sehen,
und kannst sie nicht lesen,
doch wirst du sie spüren –
meine Gedanken an dich!
Im Gefühl meines Herzens,
auf den Flügeln meiner Seele,
kommen sie dir näher und näher –
meine Gedanken an dich!
Sei behutsam, sanft und sachte,
lausche – was sie dir zu sagen haben;
und dann nimm sie als Begleiter –
meine Gedanken der Liebe an dich!
© Ute Brenner
Heint genau vor 8 Munat bisch du nimma aufgewocht... und obwohl i olm so stork bin, bin i hitz anfoch la traurig. I sitz do af den Stuihl, wo i olm gsessn bin. I schau auf dei Platzl, wo dei Bettl gstondn isch, wo du gschlofn hosch und wo du an dem Tog nochan anfoch dogelegen bisch. I sigs nou genau vor mir... Wie mir die wecken wollten...
Du bisch do gelegen und dei Seele isch schon aufn Weg noch oben gewesen, obo sie wor nou do, se hot man gspiert. Du hosch dir des sicher gonz genau ungschaut wos do vor sich geht. Dei Körper in dein Bettl wor leer, obo er hot so erleichtert gewirkt. Du hosch irgendwie sogor geschmunzelt.
Es isch so wilde, wenn i hinter denk und viele wern des a net vostian, wenn i des hitz do anfoch aso schreib. Obo dei Sterben wor glab i wirklich a Erlösung für di. Du worsch gonz longe nou do, se hon i gspürt, wie man olm sog die Seele spürt man wennse do isch...
Irgendwann, kurz bevor du obgeholt wordn bisch, hon i is Gefühl kob, du bisch hitz nimma mei Kind als i di ungschaut hon. Obo i hon net di gemeint, sondern die Hülle wor nimma mei Kind und i hon di wirklich aus tiefstem Herzen gian lossn gekennt, weil i gspürt hon wie leicht du die hitz fühlsch.
Dei Seele wor nochan weg. Sie wor schon long nimma do. Obo i glab, se isch a richtig aso, weil sischt wasch du irgendwo in der Mitte gefangen. Oftramol hosche mir a klans Zeichn gschickt und se wor sou schian. Obo hitz hon i schon länger kans mehr vo dir bikem. Schick mir decht wiedo amol ans... Dass i anfoch was, dass dir guit geht und i wiedo epas von dir hon...
Mochs guit Kilian. I hon di lieb. A wenn i di gian gelot hon. Obo oft muss man epas loslossn, weil man was, dass es sem besser geht, als wenn mans festhaltet.