Michael Rainer
Todestag 17. November 2025 (84 Jahre)
Dölsach
Kondolenz verfassen

Lieber Michl leider ist,der so lang geschriebene Text entschwunden,deshalb nun in kurz gefasster Form.Wir danken Dir von ❤️en für Deine Bereicherung auf den Meixnerhof durch Deine so tatkräftige Hilfe,für all das Gute das Du getan hast!!!Du hattest als Kind durch den Verlust Deiner Herkunftsfamilie schon unvorstellbar grossen Schmerz erfahren,der tiefe Spuren in Deinem Leben hinterlassen hat.Wir denken gerne an die vielen Gespräche zurück,beeindruckend Dein Wissen in verschiedensten Bereichen,Deine Naturverbundenheit,Deine Liebe zu den Tieren... ein weicher Kern den ich besonders an Dir schätzte...In den letzten Jahren schienst Du schon öfters einsam zu sein.Die Entfernung der Kinder so weit weg...dennoch machten Sie sich mit Ihren Familien immer wieder auf den Weg um eine Zeit lang bei Dir zu sein.Wie sehr freuen wir uns,dass Du in den letzten Wochen,noch soviel Zeit mit einem Teil Deiner Lieben verbracht hast,wir sind sehr dankbar für die so wertvollen Momente der Begegnungen der letzten Zeit,in bes. Erinnerung werden wir behalten,als Du schon die Augen in dieser Welt für immer geschlossen hattest,wie friedvoll,gelassen und schön Du ausgeschaut hast,es war schwer von Dir wegzugehn....Es schien als hätten sich tiefe Wunden geschlossen.Mögest Du nun im Kreise Deiner Lieben die vorrausgegangen sind in ewiger Freude leben.....

Der Herr ist mein Hirte nichts wird mir fehlen,er lässt mich lagern auf grünen Auen,er führt mich zum Ruheplatz am Wasser....in diesem Sinne werde Dir lieber Michl das Ewige Leben in Freude bei Deinem Schöpfer zuteil...Liebe Angehörigen,Euch allen gilt unser aufrichtiges Beileid,es mögen Euch viel Kraft und Trost zuteil werden,Michl lebt inEurem❤️en weiter...Michl wir sehen uns wieder....Klothilde,Georg und die Jungs.

Lieber Michl!Unsere erste Begegnung soweit ich mich erinnere fand in Tristach beim Meixner anlässlich des Todesfalls von Maria Meixner statt.Wo Du mich darüber aufgeklärt hast wie ein "echter Schweizer Wurstsalat zubereitet wird...Ja in vielen Bereichen hast Du Dich ausgekannt,warst interessiert hast auch gerne Dein Wissen geteilt.Deine Liebe zu Deiner Hündin Aska,deiner Katze haben mich des öfteren erkennen lassen,dass tief im inneren Du ein ganz weiches❤️hattest,dies hat mich so berührt... Deine Begabung als Imker,als Gärtner,Dein Stolz auf Deine so schönen Rosen bezeugten eine tiefe Naturverbundenheit,sowie einen Blick für das einfache und schöne.Bewundert haben wir auch dass Du nach dem Tod von Hildegard Deinen Haushalt lange selbst geführt und für Dich und Deine Vierbeiner gekocht hast.In den letzten Jahren gab es so manche einsame Stunden,wo Du gerne in der Nähe Deiner Kinder gewesen wärst...Die Entfernung machte es nicht leicht weder für Dich,noch für Deine Kinder.Dennoch haben sich Deine Kinder und Enkelkinder immer wieder auf den Weg gemacht um bei Dir zu sein...Besonders freuen wir uns,dass Du in den letzten Wochen noch so viele Momente mit einigen Deiner Lieben verbringen durftest.Es gab im KH noch viele berührende Momente.Wir durften Dich noch einmal sehen,als Du in dieser Welt Deine Augen schon geschlossen hast,so friedvoll,gelassen,schön anzusehn,dass es schwer war von Dir wegzugehn...es hat sich sehr viel getan in Deinen letzten Tagen...tiefe Wunden für in Kindheit unvorstellbar grosse schmerzhafte Herrausforderungen,die in Deinem Leben schon öfters erkennbar waren schienen sich zu schliessen..Lieber Michl auf diesen Weg möchten wir Dir ein ewiges Vergelts Gott für all das Gute dass Du auf dem Meixnerhof getan hast sagen,für all Deine tatkräftige Hilfe und Deine Bereicherung als der "Meixner Michl".Wie bei Deiner Hildegard darfst auch Du nun in einer idyllisch verschneiten Landschaft zu Grabe getragen werden.

Lieber Michael!
Wie war ich doch geschockt, als ich zu später Stunde von Deinem – für uns völlig
überraschenden – Heimgang erfahren musste.
So viele Jahre waren wir – durch Deine Kosakengeschichte - mehr als freundschaftlich verbunden. Es waren immer besondere Gespräche, wenn wir uns trafen.
Du hattest in Kindestagen ganz besondere Erlebnisse ertragen müssen: in den ersten Maitagen des Jahres 1945 zogst Du als Vierjähriger mit Deiner Familie mit der riesigen Kosaken-Karawane bei Kälte und Schneegestöber von Friaul über den Plöckenpaß nach Osttirol. Deine Mutter gebar in dieser Situation ein Mädchen, beide starben und wurden ….in Timau oder Laas …. begraben. Dein Leben lang suchtest Du den Begräbnisort. Du konntest Dich an die Umgebung erinnern, doch fandest keine Bestätigung, weil in den pfarrlichen Aufzeichnungen keine Eintragungen zu finden waren….
Im Lager Peggetz/Lienz erlebtest Du den Gottesdienst vor der gewaltsamen „Verladung der Kosaken durch die Engländer zur Auslieferung an die Sowjetunion“. Du erzähltest mir, wie mit Eisenbahn-Schienenteilen zum Gebet „geläutet“ wurde und schließlich Dein Vater – er war Arzt – von einer Kugel getroffen - tot neben Dir zusammenbrach…. – Dir gelang es über die Drau zu kommen und
fandest bei Fam. Meixner vlg. Roaner in Tristach eine neue „Heimat“, für die Du lebenslang dankbar
warst und der Du bis zum Tod eng verbunden bliebst. Dein Name leitet sich auch von diesem Vulgonamen ab, Du musstest ja als „Findelkind “erst einen Namen „wiederbekommen“….
Lebenslang betroffen warst Du aber auch vom Ausspruch Deines szt. Lehrers: „Aus Dir wird nie etwas werden!“ – Das hast Du jedoch bewiesen: Nach Arbeitsplätzen in der Schweiz in der Land- und Forstwirtschaft, fandest Du in der Pharmaindustrie bei der Fa. ROCHE (Hoffmann – La Roche AG) in Grenzach-Wyhlen – Baden-Württemberg einen Arbeitsplatz und konntest Dich bis zum leitenden Angestellten in der Produktion emporarbeiten. Zudem hast Du Dich der Imkerei zugewandt (Spezialgebiet Königinnenzucht) und wurdest schließlich gerichtlich beeideter Sachverständiger für die Imkerei für den Landkreis Lörrach / Baden-Württemberg.
In Grenzach, wo Du Dir für Deine Familie auch ein Häuschen gebaut hattest, warst Du zudem an die 40 Jahre aktiver Musikant (Tenorhorn) und bei der Feuerwehr aktiv, wie Du es ja auch bei der Betriebsfeuerwehr warst.
In der Pension kehrtest Du mit Deine lieben Hildegard – die Dir 2012 vorausgegangen ist – nach Osttirol zurück und erwarbst ein Häuschen in Stribach / Dölsach.
Hier holte Dich aber bald Deine kosakische Herkunft / Vergangenheit ein: Als Alexander Botscharow den Verein „Erinnerung an die Kosakentragödie vom 1. Juni 1945“ – weil er schon viele Jahre alleiniger Funktionär war – auflösen wollte, sprangst Du in die Bresche und führtest den Verein jahrelang erfolgreich weiter und warst somit der „letzte Ataman der Kosaken“ in Osttirol…..
Lieber Michael, viel hast Du erlebt, viel hast Du geleistet, immer warst Du ein aufrechter Kämpfer für die Gerechtigkeit…. - der Herr möge Dir alles entsprechend lohnen….
Schön, dass Du an der Seite Deiner lieben Hildegard in Tristach im Meixner-Grab Deine letzte Ruhe finden kannst. Über diese noble Geste warst Du Georg Meindl, dem jetzigen Besitzer des Meixner-Anwesens sehr dankbar. Ruhe in Frieden und Vergelt`s Gott für alles!
Deinen Kindern und Enkelkindern aufrichtige Anteilnahme!
Hansjörg Temmel - auch im Namen
Deiner ehem. Mitarbeiter im „Kosakenverein“

... ... ... und der Schnaps - na des war Feuerwasser hoch 80 Vol.% mir san da gsessen wie 3 kleine Krisus die Drachen es hat uns des Gehirn weggeschossen!!! Na prutal - a Kiebl Wasser hat nit gereicht des zu neutralisieren dann ham ma Brot gekaut - a nix gholfen!!!
Die Zunge war verbrannt - taub - Gaumenamputiert für a längere Zeit - na Wahnsinn - wie kann man lei sowas trinken - regelmäßig!!!

... die nächsten Zeilen wurden in Tristach
heute - gerade eben um 13:28 verfasst! ***

Lieber Michel u liebe Leser!
Es waren unbeschreibliche Stunden, die wir mit den Kosaken am Kreithof erleben durften.
Wunderbare Folkloremusik, Trachten, Schwarzes Kreuz, Russische Sprache,
Orthodoxer Glaubensinhalt
aus so vielen Ländern der Erde u Canada.
Paris - das Kosakenmuseum
Dem Bischof im weißen Gewand u langem weißem Haar mit Kreuz umgehängt wurde von Frau Petzold ein wunderschönes Zimmer mit Blumen beim Fischwirt bereitet, jedoch waren alle von der Gruppe am Kreithof stationiert, sodass der Bischof sich nicht von den Seinen trennen konnte und ebenfalls am Kreithof in der Hütte ohne Blumen, dafür von Wald umsäumt und der Bergkulisse der Lienzer Dolomiten dem Roten Turm und den Kreitwiesen umsäumt schlicht übernachtete.
Frau Petzold bitte haben Sie dafür Verständnis, dies hatte zwischen Ihnen u dem Michel einen blöden Streit entfacht. Verzeihen Sie ihm er wollte immer alles richtig machen u hatte darauf keinen Einfluss.
Lieber Michel schicke uns Deinen Segen aus der neuen Welt die Du nun betreten hast und hilf uns Frieden zu halten und Frieden zu bewahren! Dankeschön für Dein Kommen es war mir eine Ehre! Habe die Ehre!!!
Roswitha v Christlan Tone die älteschte Tochter

Lieber Michael!
Auch weil ich Dich gekannt habe, ist am Kosakenfriedhof 2005 die Idee zur "Friedensglocke" am Hochstein entstanden. Aus dem traurigen Schicksal Deiner Familie und von so vielen Kindern, die im Krieg ihre Eltern und Zukunft verlieren, sollte die Kraft entstehen, für Frieden und Freundschaft auf der Welt einzutreten.
Für Dich kommt nun eine Zeit des Ausruhens und des Wiedersehens. Gott wird die Tränen trocknen, die noch immer in Deiner Seele fließen.
Ich wünsche Deinen Kindern und Enkeln für ihre Zukunft einen weit offenen Zugang zur Stärke in Deiner Geschichte.
In herzlicher Erinnerung. Elisabeth

Es war mir eine Ehre.
Danke für die schönen Gespräche.
Machs gut Mischa, den Angehörigen meine aufrichtige Anteilnahme.
Peter